Erzdiözese München und Freising
Fachbereich Weltanschauungsfragen
Informationen zu religiösen und weltanschaulichen Strömungen

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der Erzdiözese München und Freising

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Aktuelles

Anmerkung zur Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" - 2018   –  04.10.2018

Jedes Jahr im Spätsommer werden die ersten Werbeflyer für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ des Vereins Geschenke der Hoffnung e.V. verteilt. Dabei werden die Aufrufe häufig mit Hinweisen versehen, die die Seriosität der Aktion sowie die Konformität mit der katholischen Kirche belegen sollen.

Vor einigen Jahren warb der Verein mit einem Grußwort von Papst Franziskus, in diesem Jahr kann man auf der Homepage des Vereins in den FAQs unter „Fragen zum christlichen Hintergrund der Aktion - 2. Und was halten die etablierten Kirchen von der Aktion?“ lesen, dass es nur „vereinzelt kritische Stimmen [gebe], die darauf verweisen, dass sie das „Missionsverständnis" der Aktion nicht teilen. Sprecher sind dabei in erster Linie Weltanschauungsbeauftragte und seltener Pfarrer und Pastoren.“ Ferner heißt es: „Auch von der Deutschen Bischofskonferenz gibt es keine Distanzierung.“ (vgl. https://www.geschenke-der-hoffnung.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/haeufige-fragen/)

Diese Darstellung ist irreführend, denn sie ignoriert, dass es in einer Vielzahl der deutschen Bistümer ausdrückliche Kooperationsverbote gibt. Katholische Weltanschauungsbeauftragte, die sich in der Öffentlichkeit positionieren, vertreten zudem keineswegs ihre Privatmeinung, sondern erfüllen ihren Auftrag. Kooperationsverbote stellen eine verbindliche und offizielle Position der Bistümer und nicht etwaiger Einzelpersonen dar.

Dass es keine ausdrückliche Distanzierung der Deutschen Bischofskonferenz gibt, liegt in der Struktur der katholischen Kirche. Die Bischofskonferenz ist ein Zusammenschluss der deutschen (Erz-)Diözesen, welche den Bischöfen und Bistümern zuarbeitet. Entscheidungen über Verbote und Erlaubnisse werden vom Ortsbischof bzw. in der jeweiligen Diözese getroffen.

Axel Seegers

Datenschutzbestimmungen gelten auch für Zeugen Jehovas   –  10.07.2018

Zeugen Jehovas müssen sich bei ihren Tür-zu-Tür-Besuchen an die geltende Datenschutzbestimmungen halten. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seinem Grundsatzurteil vom 10.07.2018 klargestellt.

Geklagt hatte der finnische Datenschutzbeauftragte, nachdem die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas seitens der finnischen Datenschutzkommission aufgefordert wurde, die geltenden Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten.

In der Pressemitteilung des EuGH wird auf die gängige Praxis der Zeugen Jehovas wie folgt hingewiesen: „Die Mitglieder dieser Gemeinschaft machen sich im Rahmen ihrer von Tür zu Tür durchgeführten Verkündigungstätigkeit Notizen über Besuche bei Personen, die weder ihnen noch der Gemeinschaft bekannt sind. Zu den erhobenen Daten können die Namen und Adressen der aufgesuchten Personen sowie Informationen über ihre religiösen Überzeugungen und Familienverhältnisse gehören. Diese Daten werden als Gedächtnisstütze erhoben, um für den Fall eines erneuten Besuchs wiederauffindbar zu sein, ohne dass die betroffenen Personen hierin eingewilligt hätten oder darüber informiert worden wären. Die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas und ihre Gemeinden organisieren und koordinieren die von Tür zu Tür durchgeführte Verkündigungstätigkeit ihrer Mitglieder insbesondere dadurch, dass sie Gebietskarten erstellen, auf deren Grundlage Bezirke unter den verkündigenden Mitgliedern aufgeteilt werden, und indem sie Verzeichnisse über die Verkündiger und die Anzahl der von ihnen verbreiteten Publikationen der Gemeinschaft führen. Außerdem führen die Gemeinden der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas eine Liste der Personen, die darum gebeten haben, nicht mehr von den Verkündigern aufgesucht zu werden. Die in dieser Liste enthaltenen personenbezogenen Daten werden von den Mitgliedern der Gemeinschaft verwendet.“ (Pressemitteilung Nr. 103/18 des Gerichtshofs der Europäischen Union vom den 10. Juli 2018 zum Urteil in der Rechtssache C-25/17).

Mit dieser allgemeinen Klarstellung wird die Streitsache zur endgültigen Klärung an das Oberste Verwaltungsgerichtshof Finnlands zurückverwiesen. Gespannt darf man nicht nur auf das abschließende Urteil in Finnland sein, da die Tür-zu-Tür-Missionierung in allen europäischen Ländern üblich ist und mit dem jeweils geltenden Datenschutzrecht übereinstimmen muss. Außerdem gilt seit 2016, also nach Beginn des Rechtsstreits in Finnland, in Europa ein neues Datenschutzrecht (EU-DSGVO), das nicht nur strengere Vorgaben macht, sondern auch bei Verstößen mit empfindlichen Bußgeldern droht.

Axel Seegers

siehe auch:
DER GERICHTSHOF DER EUROPÄISCHEN UNION
https://curia.europa.eu
(dort sind Pressemitteilung, die Schlussanträge des Generalanwalts als auch das Urteil abrufbar)

Salvatore Caputa - angebliche Marienerscheinungen   –  26.02.2018
Kirche distanziert sich von angeblichen Marienerscheinungen
Klerikern wird Teilnahme an vermeintlichen Erscheinungen und Unterstützung für sogenannten Seher untersagt

München, 26. Februar 2018. Das Erzbistum München und Freising distanziert sich von angeblichen Marienerscheinungen in Walpertskirchen (Landkreis Erding) und Unterflossing (Landkreis Mühldorf). Salvatore Caputa, der behauptet, ein Seher zu sein, gibt vor, dass ihm dort die Gottesmutter erschienen sei beziehungsweise zu ihm vorab bekannten Terminen erscheine. Um nicht den falschen Eindruck zu erwecken, dass es sich bei den angeblichen Erscheinungen um kirchlich anerkannte Vorgänge handele, verbietet das Erzbistum allen Klerikern, auf dem Gebiet der Erzdiözese in zeitlichem oder örtlichem Zusammenhang mit den Auftritten Caputas Gottesdienste zu leiten sowie als Kleriker erkennbar an Gottesdiensten oder Versammlungen teilzunehmen. Caputa dürfen keine kirchlichen Räume, Liegenschaften oder Infrastruktur zur Verfügung gestellt oder sonstige Arten der Unterstützung gewährt werden.
 
Seit 2015 tritt Salvatore Caputa als sogenannter Seher mit angeblichen Marienerscheinungen in der Erzdiözese München und Freising auf, zunächst in Walpertskirchen, seit Frühjahr 2017 in Unterflossing. Diese Vorgänge wurden seitens des Erzbistums geprüft unter Zuhilfenahme eines eigens angefertigten Gutachtens des Lehrstuhls für Dogmatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dieses beurteilt die sogenannten Erscheinungen „angesichts der Ungereimtheiten, die im Zuge der Ereignisse um Herrn Salvatore Caputa auftauchen“ als „äußerst fragwürdig“. Das Gutachten hält es angesichts der „Theatralik“ der Inszenierungen, der Selbstdarstellung des vorgeblichen Sehers und des Inhalts der angeblichen Botschaften für naheliegend, dass der Beweggrund für die Auftritte lediglich darin liege, dass Caputa „die öffentliche Anerkennung sucht“, nicht aber in tatsächlicher Offenbarung. Damit kommt das Gutachten zum gleichen Schluss wie auch die italienischen Diözesen Mantova und Bozen-Brixen, in denen Caputa zuvor aktiv gewesen war. (glx)

Hinweis zum Fasten - Warnung vor "Wasserfasten"   –  31.03.2017

Wie in allen Religionen gibt es auch im Christentum Zeiten der Besinnung, des Fastens und der Abstinenz. Es sind besonders geprägte Zeiten, die dazu einladen wollen, sich Gedanken zu machen über das eigene Leben und den alltäglichen Lebenswandel. Zugleich ist es eine Phase, sich auf Sinn und Ziel des menschlichen Lebens zu besinnen und im Glauben umzukehren.

Im Katechismus der katholischen Kirche wird mit Hinweis auf das 5. Kirchengebot („Du sollst die gebotenen Fasttage halten“) daran erinnert, dass diese Tage "Zeiten der Entsagung und Buße" sind, die "auf die liturgischen Feste vorbereiten" und dazu beitragen, "die Herrschaft über unsere Triebe und die Freiheit des Herzens erringen.“ (vgl. KKK 2043).

In der letzten Zeit mehren sich die kritischen Rückmeldungen, dass Christen das Fasten in einem Maße übertreiben, dass es z.T. zu massiven Einschränkungen der Alltagstauglichkeit kommt. Wer über einen längeren Zeitraum auf Nahrung verzichtet, läuft Gefahr, etwa den Anforderungen im Beruf oder im Straßenverkehr nicht mehr gerecht zu werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche benötigen eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Kohlenhydraten, weil sie im Wachstum sind und sich in der Regel auch mehr bewegen. Leider kommt es immer wieder zu extremen Verzichtsübungen, die einen Notarzteinsatz nötig machen.

Eine spezielle Form des Fastens, die sich immer größerer Beliebtheit zu erfreuen scheint, ist das so genannte "Wasserfasten", bei dem sowohl auf feste Nahrung wie auch auf nährstoffreiche Flüssigkeiten verzichtet wird und ausschließlich Wasser getrunken wird.

Vor religiösen Organisationen, die insbesondere zu extensivem "Wasserfasten" aufrufen und ermuntern, sei ausdrücklich gewarnt! Allein der Hinweis, dass man vor dem Fasten einen Arzt "informieren" solle oder einschlägige Literatur lesen möge, ist absolut nicht ausreichend!

Auch ist die Zeit des extremes Fastens auf wenige Tage zu beschränken. Ermunterungen, dass für "die meisten Menschen" dieses Wasserfasten auch auf längere Zeit durchführbar sei, müssen als unverantwortlich zurückgewiesen werden.

Schließlich ist noch einmal auf den Sinn der christlichen Fastenzeit hinzuweisen: es geht um persönliche Besinnung und Umkehr. Jegliche politische Instrumentalisierung ist daher als sinnentstellend abzuweisen: "Vierzig Tage bereitet sich auch die Kirche auf die Osterfeier vor: Durch Fasten, Beten, Almosen geben und Hören auf das Wort Gottes setzt sie Zeichen der Umkehr." (Gotteslob 256,2)

Axel Seegers

Verstärkte Aktivitäten der Scientology-Organisation erwartet   –  13.05.2016

Die Scientology-Organisation kann 2016 auf ihr 45-jähriges Bestehen in Bayern zurückblicken. Aus diesem Grund sind für dieses Jahr verstärkte Aktivitäten zu erwarten, bei welchen für die Organisation und ihre Angebote bzw. die Ideen L. Ron Hubbards geworben wird. Zur Zielgruppe gehörten in den letzten Jahren insbesondere Schulen, weshalb hier verstärkt mit Aktionen zu rechnen ist.
Hinweis: Sollten Sie unerwünscht und unaufgefordert Post erhalten, benachrichtigen Sie bitte die zuständigen Behörden, um weitere Zusendungen zu verhindern. Darüber hinaus steht Ihnen der Fachbereich Weltanschauungsfragen bzw. die zuständige Beratungsstelle in Ihrer Nähe selbstverständlich zur Verfügung.
Informationen zur Scientology-Organisation erhalten Sie hier, ein Überblick über Beratungseinrichtungen findet sich hier.

Vatikan und Muslime betonen Gemeinsamkeiten   –  08.05.2016

Final Declaration of the Colloquium in Rome of the Pontifical Council for Interreligious Dialogue and the Royal Institute for Inter-Faith Studies (R.I.I.F.S.), 07.05.2016

The Pontifical Council for Interreligious Dialogue (P.C.I.D.), Vatican City, and the Royal Institute for Inter-Faith Studies (R.I.I.F.S.), Amman, Jordan, held their fourth colloquium in Rome from Tuesday 3rd to 4th May 2016.

The theme chosen was "Shared values in social and political life: Christian and Muslim perspectives".

The theme was studied through three subthemes: 1) "Citizens and believers: Christian and Muslim perspectives", presented respectively by Fr. Prof. Mohan Doss, S.V.D. (India) and Prof. Ahmed Abaddi, Morocco; 2) "Our shared values and respective particularities", by Prof. Wajih Kanso, Lebanon and by Fr. Prof. Salim Daccache, S.J., Lebanon; 3) "Reaching out for the needy and the vulnerable: A common concern for Christians and Muslims", by Mons. Giovanni Pietro Dal Toso, the Vatican, and by Dr. Hani El-Banna, UK.

H.Em. Cardinal Jean-Louis Tauran, President of the P.C.I.D., presided over the Catholic delegation, and H.R.H. Prince El Hassan bin Talal, Chairman of the Board of Trustees of R.I.I.F.S., headed the Muslim delegation.

The Catholic delegation comprised also:

H.E. Bishop Miguel Ayuso, M.C.C.J, Secretary, P.C.I.D.
Mons. Khaled Akasheh, Bureau Chief for Islam, P.C.I.D.
H.E. Jean-Paul Vesco, O.P., Bishop of Oran
H.E. Mrs Anne Leahy, Ambassador emerita of Canada to the Holy See
Dr. Anan Al-Kass Yousif, Iraq
Mrs. Ruth Susan Wangeci Maina, Kenya
Eng. Riad Sargi, Syria
Mr. Michael Utama Purnama, Indonesia.

The Muslim delegation comprised also:

Dr. Fareed Yaqoob Yusuf Mubarak AlMuftah, Bahrain
Dr. Amer El Hafi, Jordan
Dr. Oussama Mohamed Nabil, Egypt
Dr. Hassan Nadhem, Iraq
Dr. Majeda Omar, Director of R.I.I.F.S., Jordan
Dr. Nayla Tabbara, Lebanon.

The participants appreciated much the papers and discussed them in a spirit of openness and in an atmosphere of great cordiality.

Both delegations were received this morning by H.H. Pope Francis. They were moved by his words: "Dialogue is going out of ourselves, with a word to hear the word of the other. The two words meet, two thoughts meet. It is the first step of a journey. Following this meeting of the word, hearts meet and begin a dialogue of friendship which ends with holding hands. Word, hearts, hands. It's simple! A little child knows how to do it."

At the end of the colloquium, the participants proposed the following:

  1. We share beliefs and moral values. Our commonalities are much more than our particularities, and they constitute a solid basis peacefully and fruitfully living together, also with persons of good will who do not profess a particular religion.
  2. We believe in the humanizing and civilizing role of our religions, when their followers adhere to their principles of worshipping God and loving and caring for the other.
  3. We believe that God bestowed upon every person dignity and inalienable rights. They are His gifts that should be recognized, guaranteed and protected by law.
  4. We pledge our solidarity with our brothers and sisters in humanity who are in any kind of need regardless of their ethnic, religious or cultural background.
  5. Our help to the poor and the needy should be offered out of compassion and for the sake of God's favour. It should never be used to proselytise.
  6. We believe that the youth represent not only the future of humanity. They are also an important part of its present. They have the right to proper education that prepares them to be good citizens respectful of diversity.
  7. Our world, our "common home", is going through many complicated crises and needs the steady efforts of its inhabitants to make it a suitable place where we can live together peacefully, sharing the resources of the universe, mindful of future generations.
  8. We express our proximity and solidarity with all those who suffer, especially from violence and armed conflict. Respect for international law, dialogue, justice, mercy, compassion are values and adequate means to achieve peace and harmony.

The P.C.I.D. and the R.I.I.F.S, grateful to Almighty God for their fruitful collaboration, decided to continue it, meeting within a year to prepare for the V colloquium.

From the Vatican, 4 May 2016

[Original text: English]

Quelle:
http://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2016/05/07/0322/00753.html

Bibelverteilaktion des Gideonbundes   –  10.03.2016

Zwischen dem 13.03.2016 und 16.03.2013 plant der Gideonbund (Internationaler Gideonbund in Deutschland e.V.), im Raum München Bibeln vor schulischen Einrichtungen zu verteilen. Der Gideonbund ist eine christliche Organisation, die sich als überkonfessionell versteht und insbesondere der Verbreitung von Bibeln verschrieben hat. Die Verteilaktion soll laut Veranstalter nur auf öffentlichem Gelände stattfinden.

Weitere Informationen und eine kurze Stellungnahme zum Gideonbund und den Verteilaktionen finden Sie hier.

Beratungsportal online   –  14.10.2015

Ab sofort bieten wir unter www.weltanschauungsberatung.de ein eigenes Beratungsportal an, über welches Sie uns mithilfe einer verschlüsselten Verbindung kontaktieren können. Auch eine anonyme Anfrage ist möglich. Wir möchten mit diesem Angebot dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis für vertrauliche Kommunikation im Internet entgegenkommen und gleichzeitig eine unkomplizierte Kontaktaufnahme ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie auf der eigenen Portalseite.
Da sich das Portal zunächst in der Testphase befindet, bitten wir Sie, eventuelle Schwierigkeiten zu entschuldigen und an uns zurückzumelden.

Radtour zur Drogenaufklärung durch Deutschland   –  10.06.2015

Der Verein "Sag NEIN zu Drogen - sag JA zum Leben" plant vom 20.-27.06.2015 eine Radtour zur Drogenaufklärung von München nach Berlin. Hintergrund ist eine Initiative der Scientology-Organisation. Nähere Infos finden Sie hier.

InfoTipp 1: Sekte - Weltanschauung - Religion online   –  12.05.2015

Der InfoTipp 1 bildet die Grundlage der Veröffentlichungsreihe des Fachbereichs und stellt grundsätzliche Informationen zu den Begriffen Sekte, Weltanschauung und Religion bereit. Zudem werden rechtliche und psychologische Aspekte in diesem Kontext erläutert.
Zusätzlich bieten wir eine Seite mit weiterführender Literatur, relevanten Gesetzen und Themenvorschlägen für den Unterricht und Referate an.
Zielgruppe des InfoTipps sind allgemein an der Thematik Interessierte, sowie Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte.
Alle InfoTipps finden Sie hier.

Handreichung "Chancen und Risiken der Persönlichkeitsoptimierung" online   –  06.03.2015

Im Februar 2015 wurde nach mehrjähriger Vorlaufzeit die zweite Handreichung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Fachbereich Weltanschauungsfragen veröffentlicht. Die Handreichung enthält 11 komplette Unterrichtsentwürfe, die Fallstricke und fragwürdige Ideologien beispielsweise im Bereich der Nachhilfe, aber auch bei Coachings/Persönlichkeitstrainings und Auslandsaufenthalten aufzeigen. Zu den weiteren Themen gehören u.A. Schneeballsysteme und sprachliche Manipulation. Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt auf positiven Gestaltungsmöglichkeiten, beispielsweise bei Bewerbungen, dem Umgang mit Schönheitsidealen oder konkreten Persönlichkeitstrainings. Abgerundet wird die Handreichung mit Hintergrundinformationen zum Thema Optimierung, Checklisten und praktischen Hinweisen für Schulleitungen, Lehrkräfte und SchülerInnen.
Die Druckversion der Handreichung wurde Anfang 2015 an alle weiterführenden Schulen in Bayern verschickt. Zusätzlich ist diese im geschützten Bereich auf unserer Homepage verfügbar (zugangsbeschränkt, siehe dort). Zusatzmaterialien wie Arbeitsblätter und audiovisuelle Medien sind ebenfalls ausschließlich dort abrufbar.